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18.4.14:„Almbauer“ und seine Freunde pflegen das Brauchtum

„Almbauer“ und seine Freunde pflegen das Brauchtum

Seit Jahrzehnten leuchtete in den Ostertagen vom neuen Kloster aus das mächtige Holzkreuz über den Dächern von Oeventrop. Gelagert wurde es zu damaliger Zeit auf dem städtischen Bauhof. Das Holzkreuz war eine Kastenkonstruktion aus einzelnen Bretter zusammen montiert, dadurch war es nicht so schwer, war aber auch nicht so dauerhaft wie massive Holzbalken.

So nagte der Zahn der Zeit unaufhaltsam am besagten Osterkreuz, welches den verzweifelten Kampf im Jahre 1996 endlich aufgeben musste, da es durch und durch morsch geworden war.

Mehrere Jahre war danach in Oeventrop kein Osterkreuz mehr zu sehen!

Dies ließ mehreren Personen im Dorf aber keine Ruhe, denn im Jahre 1999 stand das 100-Jährige unserer Pfarrkirche vor der Tür, und dann kein Osterkreuz? – aber nicht mit Bauerdicks Fritz!!!

Dieser sprach die CDU auf sein Herzensanliegen an, die auch sofort zum Helfen bereit war. Inzwischen hatte unser berühmter Stellmacher schon mit Walter Koßmann gesprochen und ihn zur Hilfe bei der Montage der Balken und der Beleuchtung „verpflichtet“!

Kurze Rede langer Sinn: Ulrich Grewe von der CDU besorgte das Holz und die Lampen von der Firma TRILUX im Gesamtwert von 600 DM (300 Euro).

Frisch aus dem Wald, voller Frühlingssaft spritze Fritz und Walter beim Schneiden der Balken das Wasser nur so um die Ohren, das Holz war schwer wie Blei und das Kreuz musste von 10 Männern getragen werden!

Zum Aufstellen des neuen Osterkreuzes hatte man damals Jochen Wrede gewonnen; von der Ladefläche seines LKW aus wurde das schwere Kreuz hoch gehievt und in der Verankerung verriegelt.

Pünktlich zum Jubiläum unserer Pfarrkirche leuchte erstmalig nach 4 Jahren wieder ein Osterkreuz über unserer Gemeinde!!!

Hier, am alten Standort unterhalb des neuen Klosters stand es weitere 10 Jahre, bis dort die Verankerung ihren Geist aufgab.

Zur damaligen Zeit wechselte im Kloster die Leitung. Bislang hatte das Kloster den Strom für den städtischen Weihnachtsbaum „gesponsert“, erhielt dafür aber als Gegenleistung jährlich 2 Weihnachtsbäume für die Kapelle. Diese stille Abmachung wurde von der neuen Klosterleitung engstirnig gekänzelt.

Da zu dieser Zeit (um 2009) schon immer vom Verkauf des Klosters geredet wurde, nahm „Almbauer“ sich der Sache an und entschied: „Auf diese unsicheren Geschichten lassen wir uns nicht mehr ein, das Ding kommt zu uns, und da bleibt es!“

So leuchtet es jetzt schon seit 5 Jahren vom hohen „Lumberich“ über Oeventrop!

Seit über 20 Jahren sorgen somit der „Almbauer“ und seine Freunde für den jährlichen Auf- und Abbau und die Lagerung in der trockenen Scheune unseres amtierenden Schützenkönigs!

Damit die ganze Sache nicht zu trocken abläuft, kommen die CDU-Verantwortlichen mit ihrem 1. Vorsitzenden Bernd Liesenfeld, dem Bezirksausschussvorsitzenden Klaus Büenfeld und Kassierer Ulrich Grewe jährlich mit ein paar Kisten Bier vorbei!

Schön- dass es so etwas noch gibt!

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Die einzelnen Elemente werden von Gerhard Weber und Pax zusammengestellt. "Almbauer" Markus Weber sucht derweil noch die Einzelteile zusammen!

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Mit vereinten Kräften wird geschraubt und verkabelt.

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Geschafft, das Kreuz liegt "marschbereit"! Inzwischen sind auch die CDU-Spitze erschienen und die "Hiwis" Helmut Speckenheier und Gerd Klemm!

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Nun wird die schwere Last zum Standplatz getragen...

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...und unter Einsatz aller Kräfte aufgestellt!

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Schnell noch die Verankerung verriegeln, denn in wenigen Augenblicken wird die CDU die Getränke freigeben!

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Na, dann Prost und DANKE!

Text und Bilder: Franz-Josef Molitor

Alle Bilder finden Sie hier:

 

https://www.flickr.com/photos/oeventrop_people/

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