Oeventroper Werbegemeinschaft e.V.

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30.4.13: Einladung des SGV zum Schnadegang am 15.6.

Oeventroper Schnadegang 2013

Veranstalter:          Bezirksausschuss Oeventrop              SGV, Oeventrop

Bewirtung:             Schützenkompanie, Oeventrop

Datum:                  Samstag, 15.06.2013

Beginn:                  16:00 Uhr,

                               Schützenhalle

Abschluss:              ca. 18:00 Uhr,

                               Kompaniefest
                               auf dem„Appelhoff“

Wanderstrecke:     ca. 08 km

Streckenverlauf:

Beginn an der Schützenhalle,über die Straße Echterberg, durch das Waldgebiet „Hännesken am Baume“ über den „Rentnerpfad“ zu

„Opa Schräkels Strülleken“.

1.Rast.

Weiter über den Drostweg, entlang der früheren Kuhweide (Gemarkung Freienohl), sowie den ehemaligen „Franzosenhaufen“ und den Steinmonumenten, zum Grenzstein der Gemarkungen: Freienohl- Oeventrop- Rumbeck.

Nach einer kurzen Rast weiter in das Glashüttensiepen vorbei am „Klutenpfad“ zu den Fischteichen.

2. Rast

Zurück führt die Wanderung durch das Glashüttensiepen und Strummecketal bis zur Hünenburg.

Weiter über die „Alte Landstraße“, vorbei an der Vogelstange und dem „Andachtshäuschen“, zum „Appelhoff“

Dort findet das Sommerfest der Schützenkompanie Oeventrop statt.

Wegmarken:

„Hännesken am Baume“

Die Bezeichnung:“Hännesken am Baume“ war früher für diesen Bereich des Buchenwaldes, für uns Anwohner, geläufig. Es gibt verschiedene Deutungen für diese Bezeichnung.

Eine Annahme: In einen Baum hatte man eine Fratze, welche das Gesicht, eines von den wildernden Mitbürgern, verhassten Försters darstellte, eingeschnitzt. So hatte man das Objekt des Hasses vor Augen.

Die zweite Möglichkeit ist die, dass sich dort ein verzweifelter Mitbürger an einem Baum aufgehängt haben soll. Das muss im Anfang

des 20. Jahrhunderts gewesen sein.

Vielleicht treffen beide Versionen zu.

 

„Opa Schräkels Strülleken“

Hier hatte sich Anfang des 20 Jahrhunderts, der ehemalige Tagelöhner Anton Schulte,1849- 1932, im Alter von über 70 Jahren, eine Hütte gebaut und lebte auch teilweise dort.

Seine selbst gebundenen Reiserbesen verkaufte er im Ort.

Anton Schulte, der ein sehr eigenwilliger Mensch gewesen sein muss,verfasste auch poetische Texte.

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„Franzosenhaufen“

Die Steinhaufen wurden im ersten Weltkrieg von französischen Kriegsgefangenen aufgeschichtet, weil diese dazu verurteilt worden waren die Steine von der damaligen, von Freienohler Bürgen genutzten, Kuhweide auf zu lesen. Die Steinhaufen sind nicht mehr zu sehen, weil der größte Teil für die Steinmonumente genommen wurde und der Rest mittlerweile zugewachsen ist.

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Steinmonumente

die Monumente wurden, im Laufe der letzten ca. 30 Jahre, von einem Oeventroper Bürger, aus Steinen der Franzosenhaufen aufgebaut.

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Vielleicht lässt sich daraus folgern, dass die in Gefangenschaft zusammen gesuchten Steine, die später,von einem kreativen Mitbürger, systematisch aufgeschichtet wurden,die Entwicklung:

Knechtschaft zur Freiheit, darstellen könnten.

Begründung: Aus den von Kriegsgefangenen auf gelesenen

Steinen, wurden zur Höhe strebende Steinmonumente geschaffen.

Die innen stehenden Bäumchen zeigen, dass auch Leben aus kalter Steinmaterie hervor kommen kann.

 

Grenzstein am drei „Ländereck

Hier stoßen die Gemarkungen:Freienohl- Oeventrop- Rumbeck zusammen.

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Glashütten Siepen.

In diesem Waldgebiet befand sich, von 1749 bis in die Mitte des

19. Jahrhunderts, eine Waldglashütte.

Besitzer war das Kloster Rumbeck.

Dort wurde auch das Fensterglas für die, Mitte des 18 Jahrhunderts eingeweihte, Pfarrkirche zu Freienohl hergestellt.

Vorteilhaft war der Holzreichtum und die Nähe zum Glashüttenbach.

Mit dem Einsetzen des Schienenverkehrs im Ruhrtal wurden die Waldglashütten uninteressant und aufgegeben.

Näheres zu den Waldglashütten: www.niedereimers-archiv.de

Referat Anton Kaiser.

Siehe auch: Die Ruhrdörfer, Karl Kessemeier

 

„Klutenpfad“

wurde benannt nach der Köhlerfamilie Klute, welche hier Holzkohle erzeugt und auch dort im Wald gelebt hat. Die Kinder mussten, bei jedem Wetter, den weiten Weg zur Schule in Rumbeck gehen.

Bis vor ca. 30 Jahren waren hier noch Reste des Nutzgartens (Stachelbeersträucher) zu sehen.

 

Hünenburg

Auf einem strategisch günstigem Bergrücken, ca. 100 m über der Ruhr, befand sich früher eine Mittelalterliche Herrenburg, mit den Außenmaßen von ca. 75 x 35 m.

Gebaut wurde die Burg wahrscheinlich im 11 Jahrhundert.

Wer hier lebte ist nicht bekannt.

Auch ist von der Burg, außer den Wallgräben, nichts mehr erhalten.

Der Sage nach soll in grauer Vorzeit hier der starke und gutmütige

Riese HÜN gelebt haben.

Der Oeventroper Autor Dieter Beckmann beschreibt in seinem neuesten Roman: Die Lanze Gottes“, ein Grafengeschlecht ,die Grafen von Esken, welche hier geherrscht und gelebt haben könnten.

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