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Die Beteiligung beim Schnadegang steigt von Jahr zu Jahr!

Die Beteiligung beim
Schnadegang steigt von Jahr zu Jahr!

Nach der Ankündigung strenger Grenzkontrollen durch die lokale Presse fanden sich am Samstag, den 11. August 2018 bei wieder gemäßigten Temperarturen etwa 80 hochinteressierte Bürger zum diesjährigen Oeventroper Schnadegang ein. Gegenstand der Schnad, ausgerichtet durch den Berzirksausschuss unter Mitwirkung der SGV Mitglieder Albert Schlupp und Rainer Schröder, waren die Grenzen Dinschedes zu den Nachbargemarkungen Rumbeck und Uentrop. Im besonderen Fokus lag zunächst aber die Ruhr als innerörtliche Grenze zwischen den Ortsteilen Dinschede und Oeventrop. Die nach der gelungenen Renaturierung neu entstandenen Inseln wurden noch vor kurzem von Dinscheder Bürgern annektiert und zu ihrem Hoheitsgebiet erklärt. Dabei stützte man sich auf deutsches Seerecht. Nicht zuletzt wegen der traditionellen Rivalität zwischen den Ortsteilen  konnte die grenzkontrollierende Institution „Schnadegang 2018“ das nicht hinnehmen. Die Ruhr sei schließlich nicht die hohe See und das Seerecht somit nicht anwendbar. Stattdessen wurde die innerörtliche Grenze gemäß dem Landeswassergesetz festgelegt und Teile der Inseln in Oeventroper Hoheitsgebiet rücküberführt. Selbst dieser rigide Akt gegen die sowohl heldenhafte als auch kreative Tat der Dinscheder konnte der friedlichen Stimmung während der Schnad keinen Abbruch tun.
Im weiteren Verlauf bekamen die Schnadegänger immer wieder Einblicke in die Ortsgeschichte Oeventrops vermittelt. 
Am Dambergrundweg,  nahe des alten Umsetzers, wurde die Widerstandsfähigkeit eines Gemarkungssteines durch vierfaches Pohläsen geprüft.  Nähere Bekanntschaft mit dem Schnadestein machten in diesem Jahr das Königspaar Jana und Olaf (Tom) Kößling, Sabine Schöttler und Christian Eschbach.
Ein letzter Anstieg führte zur Wetterbuche nahe dem „Dreiländereck“ Rumbeck, Uentrop und Oeventrop  und von dort weiter zur Quelle der kleinen Schmalenau, dem letzten kontrollierten Grenzpunkt. Die Schnad fand ihren Ausklang beim Sommerfest der Dinscheder Schützenkompanie, die  alle Schnadegänger mit einer Runde Freibier überraschte und auch während des Schnadeganges die große Schar der Teilnehmer in den zwei Pausen vorzüglich bewirtete.
Text und Foto: Rainer Schröder