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Ruhrtalherren und Attendorn-Ennest trennen sich 26:26

Ruhrtalherren und Attendorn-Ennest trennen sich 26:26

Struwe und Röttger vergeben Matchpoint in letzter Sekunde

Samstag geht es dann zum Derby nach Arnsberg!

Es war das erwartet spannende Duell des Tabellenzweiten (Ruhrtal) gegen den Tabellenvierten aus Attendorn. In der rappelvollen Ruhrtalhalle lieferten sich die beiden Mannschaften einen Kampf, der am Ende auf des Messers Schneide stand.

In den ersten zwanzig Minuten lag Attendorn stets mit einem oder zwei Toren vorn. Ruhrtal bemühte sich immer wieder um den Ausgleich, konnte diesen aber erstmalig nach 20 Minuten zum 9:9 erzielen. In den letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit konnte sich Ruhrtal einen kleinen Vorteil verschaffen und ging über 12:11 mit 13:12 in die Halbzeitpause.

Der Start in die zweite Halbzeit, ging für die Ruhrtaler nach hinten los. Attendorn holte in 5 Minuten 4 Tore in Folge auf, was aber auch durch 3 überflüssige und teilweise unverständliche 2-Minuten-Strafen begünstigt wurde.

Ruhrtal konnte zwar im Verlauf der nächsten 20 Minuten das Ergebnis immer wieder mal bis auf 2 Tore verkürzen, musste dann aber postwendend mehrfach wieder 2 Tore in Folge kassieren und arbeitete sich so nur recht mühsam bis zur 55. Minute auf ein 25:26 heran.

Die letzten 5 Minuten zeigten dann, warum Handball ein so absolut geiler Sport ist. Die Nerven der Spieler und Zuschauer waren zum Zerreißen gespannt. Es wollte auf beiden Seiten kein Tor mehr fallen und den Ruhrtalern lief die Zeit davon. Eine Minute vor Schluss konnte Ruhrtal dann zum 26:26 ausgleichen. Nach dem Abwurf des herausragenden Attendorner Torwarts gab es einen Freiwurf für Attendorn. Ein Spieler war die Strafe wohl nicht hoch genug, er reklamierte und kassierte prompt eine Zeitstrafe. Den folgenden Angriff konnte Basler entschärfen. Dieser warf 8 Sekunden vor Schluss einen langen Ball auf Halbrechts zu Lukas Struwe, der sich mit Urgewald durch die Abwehr wühlte. Leider landete der krachende Ball aber nur am rechten Pfosten. Den zurückprallenden Ball konnte Struwe auffangen, scheiterte nun aber im Nachwurf am linken Fuß des Torwarts. Erneut sprang der Ball ins Feld zurück, landete Sekunden vor Schluss bei Steffen Röttger, der dann leider den Matchpoint nicht setzen konnte, da auch er am überragenden Keeper scheiterte.

Ein Sieg wäre aber auch fast zuviel des Guten gewesen, denn die beiden Mannschaften spielen absolut auf gleichem Niveau. Mit dem Attendorner Torwart Jan Berkenhagen und dem unglaublich starken Linkshänder Lars Müller (19) stellte Attendorn die beiden besten Spieler dieses Duells.

Auf Ruhrtaler Seite waren dies Lukas Struwe, der sich unermüdlich wie ein Bär durch die gegnerische Abwehr wühlte sowie Steffen Röttger, der auf Linksaußen wichtige Tore erzielte. In der Schlussphase setzte auch Tilmann Weber mit 2 Toren noch seine Akzente. Der sonst in jedem Spiel überzeugende Alex Blanke ging durch Rückenbeschwerden gehandicapt in das Spiel und konnte aus physischen Gründen nicht an seine sonstige Torgefährlichkeit anknüpfen. „Nur“ 5 Tore, das sind die Ruhrtalfans nun gar nicht von Alex gewohnt. Mit einem topfitten Alex Blanke, wären ganz sicher gestern 2 Punkte drin gewesen. Aber es ist nichts passiert. Attenorn konnten den 2-Punkte-Rückstand auf Ruhrtal nicht verkürzen und da der HV Sundern dem Tabellenführer Herdecke erfreulich und unerwartet 2 Punkte abtrotzen konnte, war es für Ruhrtal wie für Attendorn ein durchaus gelungener Spieltag.

Es spielten:

Henrik Basler, Timo Gierse (Tor), David Bauerdick (1), Malte Weber, Miachel Gräbener (1), Jannik Lehmenkühler (1), Veit Schmidt (1), Steffen Röttger (6), Mathis Rapude, Alex Blanke (5), Lukas Struwe (7), Darius Weiß, Tilmann Weber (2) und Kevin Probst (2).

Trainer Frank Moormann sagte nach dem Spiel:

Es war das erwartet schwere Spiel. Sie haben uns immer wieder wehgetan. Leider konnten wir uns nicht so richtig absetzten. Als wir in der ersten Halbzeit die Chance dazu hatten, haben wie diese mit Beginn der zweiten Halbzeit wieder abgegeben. Wir haben kämpferisch alles rausgehauen und uns immer wieder rangekämpft. In einer sehr wichtigen Phase hat Tilmann Weber sehr, sehr gut gespielt und uns geholfen. Wir können nicht den Anspruch an uns stellen, dass wir jedes Spiel absolut dominieren müssen und immer tausendprozentig da sind und die Gegner von Anfang bis zum Ende beherrschen. Das würde auch nicht den Leistungen unserer Gegner gerecht werden, auch wir müssen demütig sein. Wir sind nicht das Nonplusultra der Liga aber wir sind eine sehr, sehr gute Mannschaft, aber das ist Attendorn-Ennest auch.

Hallensprecher und Torstatistik: Kalli Wolf

Text und Bilder: Franz-Josef Molitor

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Man of the Match war der Attendorner Lars Müller, der mit 10 Toren erfolgreichster Torschütze des Spiels war. Er liefert sich im Kampf um die Torjägerkrone einen heißen Kampf mit Alex Blanke (Hintergrund). Da Alex gestern leider gehandicapt nur 5 Tore erzielen konnte, machte Müller 5 Tore gut und liegt jetzt nur noch 5 Tore hinter Alex Blanke.