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Ruhrtalherren verlieren in heimischer Halle 21:22 gegen HSG Gevelsberg/Silschede II

Ruhrtalherren verlieren in heimischer Halle 21:22 gegen HSG Gevelsberg/Silschede II

So schwach war Ruhrtal schon lange nicht mehr

Schon in der Hinspielserie kassierten die Ruhrtalherren in Gevelsberg eine Niederlage. Ob es die Furcht vor einer Heimspielniederlage war, die die Ruhrtaler gestern regelrecht lähmte, kann man nicht eindeutig sagen. Sie haben am Samstagabend einfach miserabel gespielt. Das begann in der eigenen Abwehr, die den Gevelsbergern immer wieder offene Scheunentore zum Torwurf präsentierten und endete bei den Angreifern, die einfach den Ball nicht im gegnerischen Tor unterbringen konnten. Latte, Pfosten, drüber und daneben, und wenn dann mal ein Ball aufs Tor kam, wurde er mehrheitlich vom überragenden Gevelsberger Torwart Daniel Scharf „entschärft“. Bis zur 10. Minute lag Ruhrtal mit 3:2 vorn, verlor dann aber die Führung und kämpfte von nun an fast in der ganzen Spielzeit gegen einen ein- oder zwei-Tore Rückstand. In den letzten 5 Minuten der ersten Halbzeit konnten sie noch vom 7:9 auf 9:9 aufschließen.

Aaron Humpert konnte auf der linken Seite im Angriff keine Akzente setzen und verwarf mehrere gute Chancen. Am Kreis stand Veit Schmidt ebenfalls auf ziemlich verlorenem Posten. Lukas Struwe verwarf die Chancen reihenweise und brachte es im ganzen Spiel auf einen Treffer, obwohl er 45 oder 50 Minuten auf der Platte stand.

Die Situation besserte sich etwas, als Trainer Moormann in der zweiten Halbzeit Aaron Humpert in die Mitte stellte und Kevin Probst auf Linksaußen beorderte. Da hatte Ruhrtal für eine kurze Zeit einen recht ordentlichen Lauf. Nun konnte auch Humpert zwei Tore aus der Mitte erzielen und Kevin Probst sogar 4 von der Außenbahn. Steffen Röttger konnte seine Gefährlichkeit auch nicht durch viele Tore unter Beweis stellen. Auch Alex Blanke, der in der Woche zur Freude aller Ruhrtaler ein klares Bekenntnis zur SG Ruhrtal ausgesprochen hatte, konnte als Torlieferant heute auch nicht gerade üppig punkten. 3 seiner 5 Tore waren Strafwürfe. Er bemühte sich zwar um einen effektiven Spielaufbau, die gegnerische Abwehr machte es den Ruhrtalern aber so schwer, wie selten eine Gastmannschaft in der Ruhrtalhalle. Es war fast kein Durchkommen. Immer wieder liefen sich die Ruhrtaler in dem Abwehrbollwerk fest. Dieses führte dann zu unkontrollierten Torwürfen, die einfach nicht ihr Ziel finden wollten.

In den letzten 5 Minuten wurde es dramatisch. Über 19:19 und 20:20 konnte Ruhrtal zum 21:21 ausgleichen. In dieser Phase saß ein Gevelsberger Spieler für 2 Minuten auf der Bank. Nach dem Ausgleich, 15 Sekunden vor Schluss, legte der Gevelsberger Trainer die grüne Karte auf den Tisch, um seine Spieler für die letzten 15 Sekunden noch mal richtig einzustellen. Sein Versuch war von Erfolg gekrönt. Fast mit der Schlusssirene fiel das Siegtor für Gevelsberg zum 21:22. „Auswärtssieg“ skandierten die Gäste, völlig zu Recht und auch letztendlich verdient.

Es spielten:

Henrik Basler, Timo Gierse (Tor), Aaron Humpert (2), Malte Weber, Michael Gräbener, Jannik Lehmenkühler (2), Hendrik Hammer, Veit Schmidt (3), Steffen Röttger (4), Mathis Rapude, Alex Blanke (5), Lukas Struwe (1), Tilmann Weber, Kevin Probst (4).

Trainer Moormann war nach dem Spiel restlos bedient und sagte:

Das war heute im Angriff einfach überhaupt nichts. Da fehlte jegliche Durchschlagskraft, jegliches Tempo. Das wir was erreichen können, das wir aufsteigen können, das hat man heute nicht gesehen! Und darüber bin ich absolut enttäuscht, absolut enttäuscht. Ich bin immer einer, der sich vor die Mannschaft stellt. Aber das war heute gar nichts. Da muss einfach mehr kommen, vom Einsatz, von der Körpersprache , so haben wir auch keinen Sieg verdient. Und das liegt an uns und nicht an dem Gegner. Wir werfen 21 Tore und kriegen 22 Gegentore, so ein Spiel müssen wir einfach gewinnen. Aber wenn man so im Angriff spielt, dann müssen sich ganz viele Leute stark hinterfragen, ganz stark hinterfragen.

Torstatistik und Hallensprecher: Kalli Wolf

Text: Franz-Josef Molitor

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Kevin Probst konnte von Linksaußen 4 Tore erzielen