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Die SGR-Meister 1989 und letzten Aufsteiger in die Landesliga feierten Jubiläum

Die letzten SGR-Landesligaaufsteiger feierten 30-jähriges Jubiläum

Nach Gründung der Handballspielgemeinschaft Ruhrtal im Jahre 1973 gelang bereits in der Saison 1975/76 der erste Landesliga-Aufstieg der Herren. Das Team um Trainer Gernot Disselhoff belegte den ersten Tabellenplatz in der Bezirksliga mit 345:273 Toren und 34:14 Punkten. Zur Mannschaft gehörten: Winfried Albrecht, Wolfgang Büngener, Gernot Disselhoff, Norbert Genau, Uli Hachmann, Hubert Kerstholt, Kunibert Kordt, Dirk Masslow, Harald Raseke, Jochen Schirp, Manfred Schürmann, Karl Schulte, Klaus Spindeldreher, Lorenz Stirnberg, Heiner Tiemann, Werner Weber.

Leider folgte im Folgejahr der direkte Abstieg, der aber 1977/78 wieder zur Meisterschaft führte und erneuten Wiederaufstieg bedeutete. Trainer Ernst Erdmann setzte folgende Spieler ein: Winfried Albrecht, Wolfgang Büngener, Uli Eßfeld, Uli Hachmann, Hubert Kerstholt, Kunibert Kordt, Harald Raseke, Jochen Schirp, Manfred Schürmann, Karl Schulte, Klaus Spindeldreher, Lorenz Stirnberg, Reinhard Struwe, Heiner Tiemann, Udo Wappen, Werner Weber.

Nach dem Abstieg 1980/81 mussten die Herren einige Jahre Durststrecke über sich ergehen lassen bis die nächste „goldene Generation“ wieder neue Aufstiegs-Sektkorken knallen lies. Am 30.04.1989 tüteten die Mannen um Norbert Genau die Bezirksligameisterschaft mit 1. Platz 490:387 Toren und 42:10 Punkten ein.

Dieses 30-jährige Jubiläum nahmen die ehemaligen Akteure zum Anlass, nach vielen Jahren wieder eine „Mannschaftssitzung“ abzuhalten.

Zuerst traf sich das Team am Friedhof und legte dort am Grab von Stefan „Sugar“ Humpert eine Schale ab. Zu Fuß ging es dann zum Haus Ruhrtal in der Wunne. Nach der "Einkleidung" folgte der Fototermin durch Bettina Bauerdick. Aufgrund eines Reha-Aufenthaltes fehlte leider Michael "Pranki" Büngener und wie bereits erwähnt der viel zu früh verstorbene Sugar.

In den "heiligen Hallen" begrüßte Wilfried Bernotat alle Anwesenden. Es wurde Gezapftes kredenzt, Statistiken wurden ausgewertet und „Benno“ würdigte nochmal die Leistung der Mannschaft. Allen machte es sichtlich Spaß über die Anekdoten der Vergangenheit zu lachen. Zu vorgerückter Stunde wurden auch sämtliche Lieder der Ruhrtaler gemeinsam gesungen. Alle waren sich einig, das muss wiederholt werden.

In der aktuellen Saison steht die erste Herrenmannschaft kurz davor, erneut die Landesliga-Tür zu öffnen. Neben der runden Jubiläumszahl 30 ist auch die Zahl 5 sehr interessant denn sage und schreibe fünf Söhne der damaligen Spieler sind gegenwärtig fester Bestandteil der neuen „goldenen Generation 2.0“. Wir drücken die Dauen, dass die Namen David Bauerdick, Jannik Lehmenkühler, Veit Schmidt, Aaron Humpert und Mathias Storm unter dem nächsten Aufstiegsbild erscheinen.

Eine weitere Besonderheit und Ironie beschert der aktuelle Mitstreiter um den Aufstieg. Nicht mehr im direkten Vergleich aber zumindest im Fernduell liefert sich unser Team ein Kopf-an-Kopf Rennen mit Herdecke. Und hier noch der letzte Rückblick und ein Auszug aus der SGR-Jubiläumschronik:

„[…] Zum letzten Saison- und Bezirksligaspiel in Herdecke charterte die SG Ruhrtal drei Zacharias-Reisebusse, so daß 150 Fans die 1. Herrenmannschaft bei ihrem letzten Bezirksligaspiel begleiteten. Nach einer klaren 8:3-Pausenführung schien die ganze Mannschaft schon mehr an die Meisterfeier, als an die zweite Halbzeit zu denken. Die Gastgeber konnten kurz vor Schluß auf 15:14 verkürzen, ehe Karsten Schulte in der 58. Minute mit dem 16:14 die Entscheidung herbeiführte. Stefan Humpert war es dann vorbehalten, das für lange Zeit letzte Bezirksliga-Tor einer Herrenmannschaft der SG Ruhrtal zu erzielen. Nach Spielschluß kannte der Jubel bei den Spielern, Trainer Genau, Betreuer Hansi "Itze" Jürgens und den Fans keine Grenzen. In der Kabine floß der Champagner in Strömen, und als die Mannschaft zum Bus kam, war dort die Aufstiegsfeier schon in vollem Gange. Die Rückfahrt aus Herdecke wird wohl für alle Beteiligten eine bleibende Erinnerung bleiben. Man gönnte sich noch einen kleinen Umweg durch die Straßen von Arnsberg. Mit an den Bussen angebrachten Plakaten und dem Jubelgeschrei wollten man den Arnsbergern kundtun, daß die SGR den Aufstieg in die Landesliga geschafft hatte. Daß gleichzeitig der TVA als neuer Klassengefährte begrüßt wurde, war in diesem Moment keinem klar. Drei Tage feierte man in Oeventrop und Freienohl die Rückkehr in die Landesliga. Drei Tage, die ähnlich hart waren wie die ganze Saison 1988/89. […]“

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