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Ruhrtalherren verlieren in Ferndorf III mit 29:28 und werden dennoch Meister

Ruhrtalherren verlieren in Ferndorf III mit 29:28 und werden dennoch Meister

Attendorn leistet Schützenhilfe auf dem Weg zur Meisterschaft mit einem Heimsieg gegen Herdecke

Die Ruhrtaljungs haben es geschafft:

30 Jahre nach dem letzten Aufstieg wird wieder eine Ruhrtalmannschaft Meister und steigt auf in die Landesliga Südwestfalen

Das Spiel in Ferndorf hatten sich Spieler und Fans eigentlich ganz anders vorgestellt. Gerne hätte man die Heimannschaft besiegt, um aus eigenen Kräften doch noch die Meisterschaft zu erringen!

Bis zur Halbzeit lief es auch ganz prächtig. Ferndorf lag mit einem Tor zum 15:14 vorn. Bleibt aber festzustellen, dass Ruhrtal von der zwanzigsten Minute bis zum Halbzeitpfiff ca. 8 hundertprozentige Torchancen nicht verwertet werden konnte.

In der zweiten Halbzeit lief es dann noch bedeutend schlechter und Ferndorf konnte bis auf 6 Tore auf und davon ziehen, die Fans gaben keinen Pfifferling mehr für eine Wette auf den Sieg. In den letzten 10 Minuten wechselte Trainer Moormann fast die komplette Auswechselbank ein, mit dem Erfolg, dass sich die Ruhrtaler Tor für Tor an die Ferndorfer herankämpfen konnte. Zwei Minuten vor dem Ende stand es 29:27. Mit dem Mute der Verzweifelung griff Ruhrtal an und ca. 30 Sek. vor dem Ende konnte Henni Hammer das 28-ste Tor erzielen. Sekunden später ging Ruhrtal in die offene Manndeckung, kam 10 Sekunden vor dem Ende noch mal in Ballbesitz. Wieder war es Henni Hammer, der auf Halblinks auf den Torwart zulief, doch leider konnte dieser den Ball so grade noch mit der Fußspitze abwehren. Henni Hammer wäre der Held des Abends geworden. So konnte man nur artig die Glückwünsche der gegnerischen Mannschaft entgegen nehmen.

Obwohl es für alle eine Enttäuschung war, nahm man es doch irgendwie gelassen; schließlich hatte man noch einen Pfeil im Köcher, mit dem Spiel des Tabellendritten Attendorn gegen den Zweiten Herdecke, welches erst 2 Stunden nach dem Anpfiff in Ferndorf gestartet wurde.

Bei Ruhrtal zeichneten sich Mathis Rapude, David Bauerdick und Lukas Struwe ganz besonder aus!

Kurz, nach dem Erreichen der heimatlichen Ruhrtalherren erfuhren die Herren, dass Attendorn das Spiel gewonnen hat und die Ruhrtalherren somit Meister der Bezirksliga geworden sind.

Die Party in den Festzelten vor der Halle wird wohl die ganze Nacht durch laufen.

Zum Gegner Ferndorf III noch ein paar Worte: Ihr sollte Euch was schämen! Teilweise seid ihr zu Auswärtsspielen überhaupt nicht angereist, da ihr keine Leute hattet. und, nachdem bereits euer Abstieg besiegelt war, tretet ihr gegen den Titelfavoriten mit 14 Spielern an, verstärkt durch Spieler von der Zweiten. Die Ruhrtalmannschaft besteht aus ehemaligen A-Jugendspielern; bis auf 2 Spieler, alles Eigengewächse, mit Liebe und viel Einsatz der Jugend- und Juniorentrainer ausgebildet. Diese Mannschaft, die erst vor drei Jahren aus der Kreisliga in die Bezirkliga aufgestiegen ist, hätte heute nun in Ferndorf auf den Thron steigen können. Doch ihr habt es ihnen mit eurer miesen und unsportlichen Masche heute versaut, auch wenn die Regularien so eine Maßnahme billigen.

Mein Dank geht ganz besonders an die Spieler aus Attendorn, die euer mieses Ränkespiel durch ihren Heimsieg durchkreuzt haben. Ihnen gratulieren wir ganz herzlich zum Erreichen des Relegationsplatzes und wir sind auch sicher, dass sie die Relegation schaffen wird. Auch der Mannschaft aus Herdecke gratulieren wir ganz herzlich. Lange Zeit sahen sie wie der zukünftige Meister aus! Eine ganze Spielzeit haben diese genannten Mannschaften um die Spitze fair und sportlich um den Aufstieg und die Meisterschaft gekämpft, und sie werden es auch alle drei schaffen, in der Landesliga zu bestehen!

Es ist erbärmlich, dass der Handballverband solche Machenschaften zulässt.

Meine Forderung lautet ganz klar: in den letzten 5 Spielen einer Meisterschaft dürfen keine Spieler mehr von oben nach unten wandern – soviel Anstand erwartet eigentlich der gesunde Menschenverstand.

Es spielten:

Timo Gierse, Henrik Basler und Julian Schneider (Tor), David Bauerdick (4), Matthias Storm. Hendrik Hammer (1), Veit Schmidt (3), Steffen Röttger (1), Mathis Rapude (5), Alex Blanke (4), Lukas Struwe (8), Darius Weiß, Tilmann Weber, Kevin Probst

Trainer Moormann sagte nach dem Spiel:

Ich kann meinen Spielern keine Vorwürfe machen, sie haben das Beste gegeben. Natürlich war die Torquote heute nicht so doll, irgendwie war die Luft auch raus. Die Saison war lang, hart und anstrengend. Unglücklicherweise knickte Yannik Lehmenkühler beim gestrigen Abschlußtraining auch noch um und konnte nicht spielen. Aaron Humpert hatte sich in der Woche eine starke Erkältung eingefangen und konnte deshalb auch nicht spielen. Allerdings muß man feststellen, dass das Auslassen von Torchancen unsere ganz große Schwäche ist, daran müssen wir arbeiten, dass muß in der Landesliga besser werden, sonst wird es duster!

Text und Bilder: Franz-Josef Molitor

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Lukas Struwe war in großer Form und konnte fast alle Torwürfe verwandeln.