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INO-Wanderung zur Absturzstelle deutscher Nachtjäger von 1944

INO-Wanderung zur Absturzstelle deutscher Nachtjäger von 1944


Letzten Dienstag fand eine von INO angebotene 9 km lange Abendwanderung statt.
Am Treffpunkt Bahnhof machte Wanderführer Herbert Padberg zunächst anhand von Fotos auf Veränderungen der letzten 50 Jahre in unmittelbarer Nähe aufmerksam.
Wo andere nur einen Wald oder eine Wiese sehen, entdeckt Herbert Padberg historische, kulturelle und naturgeschichtliche Bezüge. Seine Kenntnisse fächert er dabei mit so viel Humor, Leidenschaft und Abenteuerlust auf, dass die Wanderer von ihm angesteckt werden, immer mehr entdecken zu wollen - gleich, ob es sich um Informationen zum Hasenacker handelt, zum Hubertuspöstchen, zum alten Grabstein von Theresia Schulte am Totenweg, zum Totenweg selbst, dem alten Haus Assmuth rechts am Weg, zum Kohlenmeiler, den von Borkenkäfern befallenen Fichten, zum Leo-Löwe Kreuz, auf dem treffend geschrieben steht: .-"Im bunten Spiegel der Natur siehst du des großen Schöpfers Spur", zum Steinbruch am Drägge-Weg, zur Wetterbuche und dem Kyrill 2007, dem Plackweg als alte Handelsstraße, dem Hermannsblick, von dem man früher ins Ruhrtal schauen konnte und weiter noch bis ins Wennetal, dem 417 m hoch gelegenen Damberg, zur kleinen Schmalenau Quelle oder der Absturzstelle deutscher Nachtjäger von 1944.
Der zweimotorige "Nachtjäger" vom Typ Messerschmitt BF 110 G war vom Fliegerhorst Dortmund Brackel gestartet mit der Mission: "Feindliche Bomber aufspüren und vom Himmel holen". Doch die Messerschmitt kehrte nie wieder zu ihrem Heimatflughafen zurück. Mit voller Wucht knallte die Maschine in der Nacht vom 10. auf den 11.11.1944 in den Dinscheder Wald am Plackweg hinter dem heutigen Leo-Löwe-Kreuz. Die dreiköpfige junge Besatzung fand den Tod: Werner Hühn (Flugzeugführer), Willi Tschuk (Bordschütze) und Karl Keep (Bordfunker). Ein Holzkreuz mit den Namen und Informationen erinnert heute an das schreckliche Ereignis. Noch 75 Jahre nach diesem Unglück hat Herbert Padberg Aluminiumteile und Glassplitter des Flugzeugs gefunden. Am spärlichen Wachstum der Bäume dort, kann man nachvollziehen, dass Flugbenzin ins Erdreich gelaufen war.
Wanderungen sind für Herbert Padberg Zeitreisen und die Wanderer lassen sich von ihm gern mit auf die Reise nehmen.

https://www.flickr.com/photos/molly_3/albums/72157709719089366

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