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Offener Brief von Christoph Schmidt ann alle am Genehmigungsverfahren Beteiligten

Offener Brief von Christoph Schmidt ann alle am Genehmigungsverfahren Beteiligten

An alle Verantwortliche, die an der Genehmigung beteiligt sind,

ich wende mich gegen die geplante Errichtung von 3 + 5 = 8 Windrädern an den südlichen Hanglagen unmittelbar am Ortsrand von Arnsberg-Oeventrop. Ich wende mich an alle, die an der Entscheidung beteiligt sind und die somit die Verantwortung für dieses Projekt zu tragen haben.

Zwei Investorengruppen planen 3+5=8 Windkraftanlagen am südlichen Ortsrand von Oeventrop.

8 Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von über 200m in direkter Sichtweite und einer nahen Entfernung von bis zu 650m zur Ortsbebauung sind beantragt.

Um sich vorstellen zu können um was es dabei geht, beschreibe ich die lokale Situation.

Es sollen auf den südlichen Höhenrücken, deren Gipfel bereits jetzt schon ca. 150mNN über der nahen Wohnbebauung liegen, nun zusätzlich noch 200m hohe Windräder aufgestellt werden.

Für den Betrachter werden so WKA entstehen, deren Türme bei einer Entfernung von bis min. 650 m ca. 350m hoch über die Köpfe der Anwohner ragen werden. Das ist vergleichbar mit dem Blick aus 360m Entfernung auf die Spitze des Kölner Doms.

Man kann sich die optische Dominanz dieser Windräder im Vorfeld nur schwer vorstellen. Jeder der die Örtlichkeit kennt, kann sich nur schwer ein Bild erdenken wie eingekesselt der Ortsteil sein wird. Wer die Örtlichkeit nicht kennt sollte sich Vorort ein Bild machen.

Für Oventrop und ganz speziell für all die Bewohner im gesamten Bereich der Südstraße/Hünenburg/Echterberg wird dies ein erschlagender optischer Eindruck sein. Ein ganzer Ortsteil wird von deutlich sichtbaren 8 Windkraftanlagen eingefasst werden.

Weiterhin bedeutet diese Planung, dass aufgrund der südlichen Lage der Windräder zum Ort für den gesamten bewohnten Bereich fast ganzjährig mit Schlagschatten zu rechnen ist.

Sollte es zu der geplanten baulichen Großaktion kommen, wird vielen Einwohnern ein Stück Heimat genommen. Es kommt zu einer Vergewaltigung der ortsnahen Natur und Landschaftsstruktur. Ein großes Naturgebiet von der Hellefelderhöhe bis zur Hünenburg wird zerstört. Es wird als ortsnaher Naturraum und Wandergebiet vernichtet und wertlos gemacht. Für jeden Bewohner wird die altbekannte Aussicht auf die heimatliche Umgebung brutal verändert.

Sie wird so verändert, dass sich jeder Anwohner, Naturliebhaber und Heimatverbundene nur abwenden kann, abwenden von einer so planlosen Energiepolitik.

Warum müssen diese Windkraftanlagen in die Wälder, auf die Höhen? Warum müssen sie so nah an menschlicher Bebauung errichtet werden? Grundsätzlich geht es, wie so oft, hauptsächlich um Geld und um die Erfüllung einer Quote, erlassen durch die Obrigkeit.

Windkraftanlagen in naher Entfernung zur Wohnbebauung und somit nah am Stromnetz sind billig für die Profiteure. Menschen/Anwohner spielen in solchen profitorientierten Überlegungen keine Rolle. Auch der Aufstellungsort und der Schaden an Mensch und Natur, gerade auch in Waldgebieten, sind unerheblich für die Profiteure. Wichtig ist vor allem anderen, dass bei einer möglichst geringen Investition ein Maximum an Profit erzielt wird. Diesem Streben wird alles andere untergeordnet.


Sollte der Bau dieser Windkraftanlagen realisiert werden, so werden hier Vorort, ein Großteil der Bewohner Schaden erleiden. Der Verlust an Wohnqualität und an Lebensqualität, zusammen mit dem Wertverlust der Immobilien, trifft die Anwohner ganz direkt. Wer zieht oder baut denn freiwillig in einem Ort in den 8 konzentrierte Windkraftanlagen das Landschaftsbild prägen und der Schlagschatten der WKA ganzjährig über die Häuser zieht. Fragen Sie sich selbst!! Fragen Sie einen Investor, ob er an so einem Ort leben möchte.

Ich kenne keinen Ort mit einer vergleichbaren Konzentration von 8 WKA in unmittelbar an den Ort angrenzenden Wäldern. Müssen Windkraftanlagen in die Wälder?

Sollte so ein Vorhaben in Oeventrop genehmigt werden, so stellt sich diese Frage in Zukunft für alle Waldregionen in NRW und bundesweit.

Aufgrund der negativen Beeinträchtigung der Lebensumstände der Anwohnerschaft ist der Bau dieser 3+5 = 8 Windkraftanlagen kategorisch abzulehnen. Es ist eine Zumutung für Oeventrop und seine Bewohner. Dies gilt auch stellevertretend auch für jeden anderen Ort in gleicher Situation.

Was die jahrelangen Diskussionen und die gesammelten Erfahrungen der letzten 20 Jahre in ganz Deutschland über die Problematik mit Windkraftanlagen doch gezeigt hat, dann doch dies, dass Windkraftanlagen nicht in die Nähe von Wohnbebauungen gehören. Das Wohl und die körperliche Unversehrtheit der Menschen müssen an oberster Stelle stehen.

Bedauerlich ist, dass sich die Landesregierung aus CDU und FDP nicht auf den bereits durch Minister Pinkwart vorgelegten Windkrafterlass einigen konnte, in dem auch auf das Wohl der Menschen und nicht nur der Fauna geachtet wird. In diesem Entwurf wird ein menschenschonender Mindestabstand der Windkraftanlagen zur Bebauung von mehr als 1.500,-m beschrieben. Was meiner Meinung nach, ein absolut einzuhaltender Mindestabstand wäre.

Windkraft rettet die Welt, sagen die Profiteure!? Trotzdem gibt es der Windkraft noch lange nicht das Recht, des Menschen Recht auf Wohlbefinden und Unversehrtheit einzuschneiden und zu ignorieren.

Viele Oeventroper werden sich gegen diesen Plan wehren, weil es uns Bewohnern einen Schaden zufügt und einen nicht vertretbaren Verlust an Wohn.- und Lebensqualität bedeutet.

Ich sage nein zu Windkraftanlagen nah an den Menschen und in den Wäldern.

Dipl.-Ing. Christoph Schmidt
Ratsmitglied der CDU für Oeventrop
Kirchstraße 7a
59823 Arnsberg

Arnsberg, den 17.10.2019


8 Windräder STOP Oeventrop

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