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29.8.13: Günter Hochstein ist neuer Chronist der Bruderschaft Nachfolger von Wolfgang Scharf (†) wur

Günter Hochstein ist neuer Chronist der Bruderschaft

Nachfolger von Wolfgang Scharf (†) wurde gefunden

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Das Führen einer Chronik ist für jeden Verein von ganz besonderer Bedeutung, lässt sich in ihr doch die Gegenwart zeitnah dokumentieren, um in der Zukunft auf die Vergangenheit zurück schauen zu können!

In den ersten 189 Jahren unserer Bruderschaft ist dies leider nicht geschehen.  Gott sei Dank kam im Jahre 1955 der Dinscheder Schützenbruder Willi Pietz auf die glorreiche Idee, für das bevorstehende 200-jährige Jubiläum im Jahre 1966 die vergangenen zwei Jahrhunderte an Vereinsleben für die Mitglieder nachträglich auf zu arbeiten. Dies war für den damaligen Geschäftsführer des Vereins ein sehr aufwendiges Unterfangen, musste er sich doch durch ganze Stapel von Protokollen quälen, musste zahlreiche Urkunden sichten und unzählige Gespräche mit damals noch lebenden Zeitzeugen führen. Besonders schwierig gestaltete sich dabei die Herbeischaffung von alten Fotos; damals gab es noch keine Digitalknipsen, mit denen tausende von Fotos an einem einzigen Schützenfest gemacht wurden; fotografiert wurde damals aus Kostengründen nur ganz selten und die Bilder wurden nicht archiviert, sondern landete in irgendwelchen Pappschachteln oder Zigarrenkisten. Doch mit unermüdlichem Einsatz schaffte es Willi Pietz, aus dem vorhandenen Material zum 200-jährigen Jubiläum im Jahre 1966 einen über hundert Seiten starken Bildband als Unikat zu schaffen, der dem Bruderschaftsvorstand im Jubiläumsjahr übergeben wurde und anschließend zur sicheren Verwahrung in den Tresor der Spadaka wanderte.
Seine Nachfolge trat im Jahre 1966 der stellvertretende Schützenoberst Heinrich Hachmann aus dem Hinterwald an. Zeitnah war er bis zum Jubiläumsjahr 1991 stets aus Ballhöhe und dokumentierte die wichtigsten Ereignisse aus den gesamten 25 Schützenjahren auf rund 270 Seiten in mehreren Bildbänden. Liebevoll wie auch Willi Pietz, beschriftete er  Seite für Seite in sauberer Frakturschrift mit der Tuschefeder. Alle eingeklebten Bilder stammten aus seiner Kamera, die er bei Bruderschaftsveranstaltungen immer mit sich trug. Heinrich Hachmann beschränkte sich aber in seiner Chronistenpflicht nicht nur auf das Geschehen in der Bruderschaft, sondern nahm auch wichtige  epochale Veränderungen im Dorf, wie z.B. das Ende der beliebten Oeventroper Brauerei, in seine Chroniken mit auf.

Pünktlich zum 225-jährigen Jubiläum im Jahre 1991 wurden von Franz-Josef Molitor alle bis dato angefertigten Chroniken zu einem Gesamtwerk mit 384 Seiten zusammen gefasst und als Buch herausgegeben, das von den Schützenbrüdern erworben werden konnte (ein ganz kleiner Bestand ist noch zu haben für 20 Euro/Buch).

Nach dem Jubiläumsschützenfest im Jahre 1991 übernahm der bekannte Dinscheder Schützenbruder, Komponist und Sänger Willi Röttger die Aufgabe des Chronisten, die er bis zum Jahre 2007 insgesamt 17 Jahre äußerst aktiv erledigte. Willi erstellte in den 17 Jahren insgesamt 6 Bildbände mit bombastischen 680!!! Seiten, alle, genau wie von seinen Vorgängern, in Tusche und Frakturschrift geschrieben. Willi Röttger veränderte den Stil der Chroniken dahingehend, dass er nicht nur eigene Bilder und Texte in seine Werke einbrachte, sondern auch sämtliche Presseberichte als Zeitungsausschnitte einklebte. Dies führte zwar zu einer enormen Aufblähung der bislang geschaffenen Gesamtchronik, bietet aber dem Leser eine erstklassige Dokumentation des Bruderschaftslebens bis ins Detail. Leider schlummern diese 680 Seiten ungelesen im Tresor der Spadaka. Willis komplexes Werk in Buchform herauszubringen würde aber zu einem so hohen Verkaufspreis führen, der von den Oeventroper Schützenbrüdern sicher nicht angenommen würde.  Sicherlich wird es aber irgend wann einmal eine DVD mit den eingescannten Seiten geben, damit auch der geneigte Schützenbruder mal in den Genuss der Röttgerschen Alben kommen kann.

Mit Willi Röttger endet auch im Jahre 2007 die Zeit des frakturschreibenden Handschriftkünstlers, denn längst hatte man erkannt, dass die Zukunft der digitalen Welt gehört und so stieg der neue Chronist Wolfgang Scharf auch 2007 gleich vom Tuschefüller auf den Laptop um. Leider verstarb Wolfgang Scharf im Herbst 2012. In diesen 5 Jahren hat er seine Aufgabe als Chronist genau so leidenschaftlich betrieben wie seine drei Vorgänger. Auch er war stets bei allen Veranstaltungen vor Ort und hielt alles Geschehen mit seiner Digitalkamera fest. In den 5 Jahren hat auch er eine umfangreiche Sammlung als Chronist erstellt.

Als ganz besonderes Highlight seines Schaffens ist sein Bildband vom Kreisschützenfest zu betrachten, in dem das großartige dreitägige Fest mit allem Drum und Dran, davor und danach festgehalten wurde.

Seit Juni 2013 haben wir nun den neuen Chronisten Günter Hochstein, der genau wie seine Vorgänger sein Herz an die Schützen verloren hat.

Im Jahre 1970 wurde Günter Hochstein Mitglied der Bruderschaft und der Oeventroper Kompanie. Bereits nach 6 Jahren, 1976 wurde er als stellv. Geschäftsführer in den Vorstand der Oeventroper Kompanie gewählt; drei Jahre später, 1979, übernahm er das Amt des Geschäftsführers.

Im Jahre 1984 wurde Günter Hochstein als Nachfolger von Georg Rüther zum Kompanieführer  der Oeventroper Kompanie gewählt. Er bekleidete dieses Amt 18 Jahre bis 2002.

Im Jahre 2008 gelang Günter Hochstein "der Goldene Schuss", mit dem er den Vogel von der Stange holte und gemeinsam mit seiner Frau Annette ein glänzendes Königsjahr feierte. Unvergessen sind die glänzenden Auftritte dieses beliebten Königspaares, das zu allen Karnevalsveranstaltungen der Kompanien in tollen historischen Kostümen erschien!

Fortan wird Günter Hochstein nun das Leben und Wirken unserer Bruderschaft hautnah verfolgen und dokumentieren. Sein Einstand begann mit der Vogelpräsentation im Juni in der Schützenhalle. Selbstverständlich wird Günter Hochstein den angefangenen, digitalen Weg fortsetzen, der es uns Schützenbrüdern in Zukunft leichter machen wird, die Chronologie unseres geliebten Vereins, sozusagen "Live" im Internet mit zu verfolgen!
Wünschen wir unserem neuen Chronisten, der so ganz nebenbei auch noch "Schalke-Fan" und begeisterter "Mittwochswanderer" ist, eine lange wort- und bildreiche Ära!    

Franz-Josef Molitor


P.S.: Wer von den alten Chroniken noch eine haben möchte, kann diese hier bestellen:

info@oeventrop.de

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