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20.7.13: Diana Peters war beim Frankfurter IRONMAN sensationell gut

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Diana Peters war beim Frankfurter IRONMAN sensationell gut

Als am Schützenfestsonntag das halbe Dorf in Sachen Schützenfest unterwegs war, kämpfte die Oeventroperin Diana Peters bereits seit 6.45 Uhr zäh und verbissen um einen guten Wettkampf!
Noch vor 20 Uhr erreichte sie das Ziel, in einer für sie sensationell guten Zeit (ca. 1,5 Std., schneller als vor einem Jahr und nur 28 Minuten langsamer als Jörg Brouwer im Vorjahr!, der am Schützenfestsonntag immer live über Handy informiert wurde und am Abend von einer unglaublich guten Leistung sprach!!!).

Nachstehend beschreibt Diana ihre persönlichen Eindrücke:
 
Vielen Dank allen Oeventropern für das Daumen drücken und mit fiebern.

Das war wieder ein tolles Rennen und ein Erlebnis was ich nie vergessene werde.

Ich glaube es ist egal wie viele Langdistanzen man machen wird, die Nervosität, Anspannung aber auch die Freude wenn man es geschafft hat sind riesig und werden immer bleiben. Es muss an diesen einen Tag einfach alles stimmen um überhaupt das Ziel zu erreichen.

Auch in diesem Jahr haben mich zum Glück Marc, mein Bruder und Schwägerin, Jenny und Tobias und meine Freundin Judith begleitet. Unwohl und nervös war ich direkt nach der Ankunft in Frankfurt schließlich, hatte ich dort eine Rechnung zu begleichen. In der Stadt liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren und egal wo man sich auf hielt es ging nur um den Ironman. Die ganze Stadt war voll. Zum Glück ist man mit vielen Sachen wie Wettkampfbesprechung, Kleiderbeutel packen und Radabgabe sehr beschäftigt am Freitag wurden dann die Muskel noch mal kurz mit einen 30 Minuten Lauf gekitzelt. Es war auch da schon sehr warm aber es sollte noch wärmer werden. Endlich ging es los und um 4:00 Uhr in der Früh fuhren wir zum Langender Waldsee die Anspannung aller Athleten war zu spüren. Ich richtete mir die Wechselzone ein kontrollierte mein Rad und schon dauerte es nicht mehr lang und es ging los. Ich hatte mich mit meinen treuen Begleitern am Schwimmeinstieg verabredet um mir noch die letzten Drücker ab zu holen, doch sie waren nicht auf zu finden. Jetzt war ich nervös ich kannte sowieso Niemanden so gut von den Startern und jetzt konnte ich keinen mehr wieder finden. Ich fühlte mich unter so vielen Leuten auf einmal alleine. Die Zeit drängte aber ich wollte es zum letzten mal versuchen die Anderen zu finden. Zum Glück hab ich sie dann auch entdeckt und es gab die noch so wichtigen Drücker, das tat gut und ich fühlte mich besser. 

Das Schwimmen lief eigentlich wieder sehr gut, obwohl ich 1,5 Minuten langsamer als wie im letzten Jahr unterwegs war. Ich bin auf der zweiten Runde einen größeren Bogen geschwommen, da es mir zu eng war und ich Angst hatte einen Schlag mit zu bekommen und dann in Panik zu geraten.

Nach 1:10 konnte ich das Wasser verlassen und auf das Rad wechseln. Auf die Rad Zeit war ich selbst am meisten gespannt. Olaf hatte mir wie im letzte Jahr schon im Winter Krafttrainingspläne auf geschrieben die nach ein paar Jahren richtig wirken sollen. Es hat funktioniert die harte Arbeit hat sich für 6:01 gelohnt. Obwohl ich ab km 14 ohne Tacho fahren musste, der wegen zu vieler Signale aus fiel. Ich bin einfach nach Gefühl gefahren, in der Hoffnung, das ich so schnell unterwegs bin wie geplant und es nicht zu schnell an gehe um später beim Marathon ein zu brechen.

Um die 6 Stunden waren eingeplant der Wind war auf der Strecke Höhe Burgmeile nicht ohne aber dafür ging es mit Rückenwind zurück in die Stadt. Eine unglaublich tolle Stimmung durfte ich erleben. Das Wetter spielte besser als wie im letzten Jahr mit und zog so die Leute magisch an die Strecke. In Bad Vilbel geht es einen Anstieg hoch der gigantisch war. Man sah den Anstieg noch nicht, aber man hörte die Stimmung schon weit im Voraus ich fuhr um die Ecke  und ich hatte sofort eine Gänsehaut. Eine Tour de France Stimmung kam mir entgegen und ich musste aufpassen das ich an diesen Berg jetzt nicht alles falsch machte und mich mit reizen ließ. In solch einem langen Renne ist es wichtig mit den Puls nicht in den roten Bereich zu kommen, also hieß es jetzt den Puls nicht unnötig hoch bringen, den genau wenn das zu oft passiert kann einem das den Marathon kosten. Die Leute standen Spalier und feuerten einen lautstark an, so etwas durfte ich zuvor noch nicht erleben. Ich freute mich schon auf die zweite Runde das ich dort noch mal her fahren konnte um mir diese Stimmung mit auf den harten Marathon zu nehmen. Die Radstrecke ist für einen Stadttriathlon unglaublich ländlich und attraktiv sie liegt mir und ich fahre sie sehr gerne. Auf den letzten km kommt man dann von oben wieder in die Stadt und man kann von weiten die Skyline von Frankfurt sehen. Jetzt weis man die zweite Disziplin ist gleich geschafft und man bereitet sich auf dem Rad so langsam auf das Laufen vor.

Das Laufen ist und bleibt der anstrengte Teil des Ironmans auch wenn man vom Laufen kommt. Die Beine fühlen sich an als wenn da gar nichts mehr geht und dann noch einen Marathon, wenn ich das so schreibe wird mir das eigentlich erst bewusst was ich da gemacht habe. Ich war in der Wechselzone angekommen und habe mir etwas mehr Zeit genommen zum einen hatte ich diesmal eine reine Rad Hose an, die ich wechseln musste und dann musste ich mich zusätzlich noch mit Sonnencrem eincremen. Die ersten Athleten hatten bereits jetzt schon starke Verbrennungen auf den Schultern und ich leidet mit Ihnen, denn damit mussten sie jetzt noch einen Marathon in der prallen Sonne laufen. Es gab noch mal eine riesen Schluck aus einer Wasserflasche und ab ging es auf den schwierigsten Teil der Strecke der Marathon.

Ich versuchte mich auch hier zu zügeln und das Tempo nicht zu schnell an zu gehen den auch hier waren tobende Menschenmassen an der Strecke. Jetzt hieß es den Körper möglichst kühl zu halten und genug zu trinken. Auch pures Salz darf hier wegen der Krämpfe nicht vergessen werden. Die Ernährung hing mir bis zum Hals und ich hatte seit dem Wechsel immer einem Kloß im Hals sitzen und dachte das ich mich evtl. übergeben müsste, vielleicht war es aber auf der Eckel der ganzen fiesen Ernährung. Diese Gels das süße Power Bar Getränk, das viele Wasser, Salz, Bananen und später dann Cola ist nicht appetitlich und ich musste mich wirklich zwingen es zu nehmen. Ohne diese Ernährung gibt es ab hier keine Change mehr. Es war wirklich heiß auf der Strecke und es gab sehr wenig Schatten. Zum Glück hatte ich mir am Morgen noch ein Halstuch in den Radbeutel gelegt, den ich jetzt zum kühlen meines Körpers nutzen konnte. Ich machte diesen Nass und legte in mir in den Nacken so das ich nur immer Wasser drauf kippen brauchte. An der Verpflegung wurde einem auch Eis gereicht das ich mir unters Trikot in den Nacken gelegt habe und zwei Würfel mit Schwämmen jeweils in den Händen hatte.

Die erste Runde lief ganz gut aber in der zweiten kam dann der Durchhänger und ich merkte das ich langsamer wurde. Jetzt waren die Mitgereisten gefragt mich wieder an zu treiben, anfeuern und mir einen Motivationsschub zu geben. An diesen Punkt tat mir bereits alles weh aber ich bin nach Frankfurt gereist um eine Rechnung zu begleichen und das wollte ich um setzen. Marc hielt mich immer auf den Stand, wer sich alles bei ihm meldet und mir die Daumen drückt unter andern musste er Olaf auf den Laufenden halten wie es läuft es hatte Termine mit den Kindern und konnte das Rennen erst spät verfolgen. Es standen jetzt noch 1,5 Runden vor mir und das Rechnen ging los, das Gel konnte ich nicht mehr sehen also ging es jetzt mit der Cola los und dies gab mir noch mal die richtige Energie. Zwischendurch hatte ich mein Ziel unter 12 Stunden zu kommen schon über Bord geschmissen ich hatte nicht mehr wirklich dran geglaubt. Doch plötzlich kamen wieder positive Gedanken. Die Strecke ist jetzt nur noch ein Silvesterlauf lang das meiste ist geschafft, du liegst gut in der Zeit und jetzt versau es dir nicht auf den letzten Metern.

Die Fans gaben alles, um mich immer wieder auf zu bauen. Ich konnte sie pro Runde immer zwei mal sehen und ich wartete förmlich darauf sie wieder zu sehen. Jetzt kam ich an den Punkt wo ich sie das letzte mal sah bevor ich endlich ich den lang ersehnten Zielkanal des Römers einlaufen durfte. Wir hatten dort einen Punkt aus gemacht, da man sonst keine Chance hat dort Jemanden zu finden. Ich rechnete jetzt immer mehr wie schnell bin ich wohl unterwegs? Wie lang ist es noch und ganz wichtig sollte noch genug Zeit da sein um mit den Anderen im Zieleinlauf mich für die Unterstützung zu bedanken. Im Hinterkopf natürlich immer die 12 Stunden zu knacken.

Man meint das man schnell ist, aber meistens ist das nicht so die Beine haben kein Gefühl mehr dafür und ich hatte jetzt auch ein paar Sorgen das evtl. sich noch Krämpfe anbahnen. Zum Glück bin ich davon verschont geblieben. Ich lief über die letzte Brücke und konnte die Stimmung des Römers schon hören, die letzte Verpflegungsstation lies ich liegen und lief an den vielen Rädern entlang die von uns Athleten dort abgestellt waren. Vorbei an dem Wechselzelt und jetzt war es tatsächlich geschafft, ich wurde mit meinen 4 Bändchen am Arm in den Zielkanal des Römers geleitet. Das entschädigt alles, wirklich alles. Ich konnte diesen Moment ganz anders war nehmen als im letztes Jahr und ich konnte mit den Zuschauern das erreichte Ziel feiern. Marc und Alle andern wurde feste von mir gedrückt egal wie verschwitzt, stinkend oder Nass vom vielen Wasser was ich mir über den Körper gegossen habe war. Ich war ihnen so dankbar das sie mich an diesen Tag wieder begleitet und unterstützt haben.

Auch wenn ich jetzt zum 3 mal solch eine Distanz geschafft habe bleibt immer etwas Angst und Respekt da, wie man es bei den Profis sehr gut beobachten konnte kann auf dieser langen Strecke zu viel passieren und es kann ein gnadenlos in die Knie bezwingen. Als kleinstes Ziel sollte immer das finishen sein und wenn dann alles gut geht kommt der Rest.

Nach dem Zieleinlauf habe ich mich sofort draußen mit den Anderen getroffen aber im Athleten Garten war ich sehr erschrocken wie viele Finisher dort Probleme hatten und abtransportiert wurden. Es dauerte nicht lange und mir wurde es auf einmal kalt der Kreislauf fuhr runter und ich musste duschen. Ich verabschiedet mich bei Allen, Marc sorgte sich um mein Rad und um die Wechselbeutel und brachte alles schon mal in das Hotel. Ich nutze die Zeit um zu Duschen und telefonierte natürlich mit meinen Eltern und mit dem Coach Olaf.

Es ist diesmal alles wie nach Plan gelaufen und darüber bin nicht nur ich sondern auch Olaf sehr glücklich und erleichtert. Olaf gab uns auch noch den Tipp bis 22:00 Uhr vor Ort zu bleiben und die letzten Finisher in Empfang zu nehmen. Das Laufen viel mir jetzt allerdings schon immer schwerer aber da ich erst mal nicht vor habe so schnell wieder in Frankfurt zu starten, wollte ich diesmal alles mit nehmen. Ich traf mich mit Marc und wir ging zusammen hoch auf die Tribünen es dauertet nicht lange und die Stimmung war auf den Höhepunkt, neues Adrenalin war mir in die Beine gesprungen und wir tanzten auf den Stühlen und feierten jeden Athleten einzeln der jetzt nach fast 15 Stunden in das Ziel ein lief.

Unterstützung gab es von den diesjährigen Gewinner und Gewinnerinn. Wenn uns da jemand gesehen hätte, hätte man es nicht glauben können das wir gerade alle so eine Strapaze hinter uns gebracht hatten. Die Freude und Euphorie war bei Jeden zu spüren.

Um 22:00 Uhr war dann Schluss und so langsam wurde es Zeit in das Hotel zu kommen das Laufen war jetzt langsam eine Prozedur. Auch heute tut mir noch alles weh, das ist ein wenig schlimmer als wie bei den letzten beiden. Vielleicht sollte ich das nächste mal das Tanzen auf den Stühlen lassen ich bin mir sicher es kommt davon.

So jetzt hab ich mal ganz viel geschrieben und ihr könnt euch einen Eindruck machen wie für mich das Rennen war.

So wie ihr mich kennt, könnt ihr euch sicher vorstellen das, wenn ich gesund bleibe, noch einiges vor habe. Heute Abend geht es zur Massage und anschließen wollte ich zum Training kommen um meinen Beinen etwas gutes zu tun. Den wenn die Knochen bis Samstag wieder zusammen sind geht es auf die Volksdistanz an der Möhne weiter.

Am 1 September dann die Langdistanz in Köln und im nächsten Jahr denke ich steht wieder eine Langdistanz an dann aber evtl. im Ausland und mit Doro wollte ich mal ein Langstreckenschwimmen mit machen.

Also das große Abenteuer geht weiter und ich freu mich schon darauf mit euch wieder zu Trainieren und die super Trainingsbedingungen zu nutzen.

Vielen Dank das ihr immer alle so mit fiebert und unterstützt.

Liebe Grüße
Diana
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Diana Peters beim Zieleinlauf

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Die Urkunde
Die Vorjahreszeit von Diana war 13:11:00
die von Jörg Brouwer 11:15:56

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